Interessiert keinen: Kosten für Flüchtlinge (20.09.2017)

Ich bin vor einigen Tagen über einen sehr interessanten Artikel in der „Neuen Zürcher Zeitung“-Online gestolpert, den ich hier gerne einmal publik machen möchte:

Die Flüchtlingskosten sind ein deutsches Tabuthema

Hier wird explizit auf die hohen jährlichen Kosten hingewiesen, die allein durch den Massenansturm aus Syrien (ca. 1 Million Menschen) entstanden ist und weiterhin entstehen. Insgesamt wird von Kosten von ca. 30-50 Milliarden Euro im Jahr kalkuliert. Zum Vergleich, wenn man die dort genannten Zahlen betrachtet, das Bildungsministerium muss mit ca. 18 Milliarden im Jahr auskommen, das Familienministerium mit ca. 10 und das Verkehrsministerium mit ca. 28 Milliarden.

Hier kann man die Konsequenzen der ungezügelten Zuwanderung nach Deutschland einmal in aller Deutlichkeit bewundern.

Was nun den Autor des Artikels und mich ebenfalls sehr verwundert, ist, dass weder die Parteien im Wahlkampf noch die deutsche Bevölkerung im Allgemeinen sich sonderlich für diesen (Kosten-)Punkt zu interessieren scheinen…!? „Jetzt sind sie eben hier“, sagte Merkel, und wir alle müssen jetzt dafür bluten… Entschuldigung, dafür möchte und will ich nicht arbeiten und meine Steuern dafür zahlen!

Zusätzliche Frage: Woher stammen diese Milliarden eigentlich? Was wäre mit dem Geld passiert, wenn es nicht für den aktuellen Zweck verwendet werden würde? Hätte dann z. B. das Verkehrsministerium auf einmal die bislang zu wenig vorhandenen ca. 7 Milliarden Euro/Jahr für ausreichende Reparaturarbeiten an den Autobahnen erhalten? Oder hat der Finanzminister heimlich einen Topf voll Gold im Garten gefunden?

Schließlich stellt sich dann die Frage, ob die „Syrer“ denn eines Tages, wenn der Krieg in Syrien vorbei ist, auch tatsächlich, wie damals die Jugoslawen, Deutschland wieder werden verlassen müssen, oder als auf ewig „Geduldete“ dann hier bis ans jeweilige Lebensende überwiegend weiter alimentiert werden müssen.

Ich verstehe die Deutschen einfach nicht mehr… ich mache die Bundeskanzlerin mit ihrem Alleingang 2015 aber direkt hierfür verantwortlich. Man sollte sie besser heute als morgen abwählen – schade, dass das wohl nicht passieren wird.

Das Thema „Flüchtlingskosten“ ist wahrscheinlich auch deswegen kein großer Wahlkampfaufhänger, weil zum einen dann allen klar wird, worauf man sich finanziell betrachtet eingelassen hat, und zum anderen ist man dann natürlich gleich wieder unter „Nazi“-Verdacht, wenn man etwas gegen die sogenannten Flüchtlinge sagt… armes Deutschland. Aber zum Glück geht es Deutschland ja so gut, und wir alle (vor allem die Zugewanderten) leben hier „gut und gerne“ (leider auf Kosten der Allgemeinheit).

Übrigens: Ich sage immer deswegen „sogenannte Flüchtlinge“, da diese bekanntlich, bevor sie nach Deutschland gelangt waren, etliche sichere potenzielle Zufluchtsstaaten durchquert hatten – aber wer will schon nach Bulgarien, wenn er Deutschland haben kann…

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Ist Merkel alternativlos? (11.09.2017)

Bald ist es mal wieder soweit. Vier Jahre sind ins Land gezogen, und Deutschland geht es super. Alles Merkels Verdienst, natürlich. Kein Zweifel möglich. Ein Land, in dem wir gut und gern leben. Das tue ich natürlich auch.

Das Problem: Man vergisst allzu leicht die Versäumnisse und Fehlentscheidungen, welche die Bundeskanzlerin in den letzten Jahren so alle fabriziert hat. Man möge sich erinnern, z. B. an…

1) die verpfuschte Energiewende:

Bis heute kann ich leider kein Konzept erkennen, woher die elektrische Energie in Deutschland nach dem Ende der Atomkraft im Jahr 2021 kommen soll und dazu noch bezahlbar sein soll. Vermurkste Planwirtschaft, die den deutschen Stromkunden jedes Jahr Milliarden an Subventionen für die sogenannten regenerativen Energien kostet. Dabei ist es mir zunächst einmal total egal, ob das gut fürs Klima ist – andere Großverschmutzer-Länder auf der Welt müssten dem deutschen Weg dann schon ähnlich extrem folgen, damit es einen Effekt hätte. Tut aber bislang keiner. Und um die Energiesicherheit zu erhalten, müssen Stromerzeuger alte Kohlekraftwerke länger laufen lassen. Folge: CO2-Bilanz ist im Arsch. Andere Folge: An wind- und sonnenreichen Tagen fällt der Strompreis an der Strombörse ins Negative… und Deutschland findet für den ganzen Strom keine Abnehmer.

 

Prinzipiell ist die CDU für mich seit 2011 unwählbar geworden, als Merkel den überhasteten Atomausstieg (nach erfolgter Verlängerung der Laufzeiten für AKWs 2010) im Angesicht der Fukushima-Katastrophe beschloss. Sieht so ein durchdachter Wechsel in der Energiepolitik aus…?

 

2) Euro-Gemurkse (Griechenland, Rettungspakete usw.)

…wurde von der Bundesregierung und Merkel alternativlos mitgetragen. „Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ Auch dieses Jahr wurden wieder Milliardenhilfen für Griechenland durchgewunken – hat das in Deutschland überhaupt wer mitbekommen? Und dass mit Hilfe der EZB die Staatshaushalte der Euro-Zone auf Kosten der Sparer saniert werden, das geht gar nicht. Aber die „schwarze Null“ muss ja stehen!

 

3) Flüchtlingskrise / Migration

2015 ist unvergessen, zumindest bei mir. Ebenfalls unvergessen die ca. 20 Milliarden Euro Extrakosten, die nunmehr auf deutschen Schultern lassen. Soviel Barmherzigkeit sollte es uns das wert sein, nicht wahr? „Nun sind sie halt hier“, sagte die Bundeskanzlerin dazu. Moralisch gesehen war das Verhalten richtig, die Umsetzung eine Katastrophe, und ein Langzeitplan für diese oder ein neues Einwanderungsgesetz kann ich nicht erkennen, wann das kommen sollte.

 

4) Steuerlast und Sozialausgaben

„Mütterrente“, Rente mit 63, alles Dinge, welche die Lasten für meine Generation erhöhen und zukünftig noch weiter erhöhen werden. Und das bei einer ständig anwachsenden Zahl von Senioren, der immer weniger Beitragszahler gegenüber stehen… mir ist nicht klar, wer in 20 Jahren die Renten zahlen soll oder in 35 Jahren meine eigene Rente…?

Über das Thema „Steuerentlastung der Bürger“ kann ich inzwischen nur noch müde lächeln… seit ich 1998 das erste Mal wählen gehen durfte, kannten die Steuern in Deutschland nur eine Richtung: nach oben. Dass Merkel nach der Wahl den „Soli“ abschaffen wird, halte ich für SEHR unwahrscheinlich. Oder mal Steuern fürs Hausbauen reduzieren hilft. Oder Strom weniger besteuert. Oder, oder, oder. Dabei ist der deutsche Staat doch soooo reich!

In der Planung würde man vom „zielgerichteten Mitteleinsatz“ sprechen – doch der fehlt mir zurzeit. Geld ist offenbar vorhanden, fließt aber nicht dorthin (oder nicht genug), wo sich die ausgegebenen Euros wieder rentieren würden: Verkehrsinfrastruktur, Bildungsinfrastruktur, Entlastung bankrotter Kommunen. Pläne hierzu? Höre ich im Wahlkampf zumindest nicht allzu viel zu…

 

5) NSA-Skandal

Erinnert sich da noch jemand daran? „Abhören unter Freunden geht gar nicht!“ – Das interessierte Merkel aber erst, nachdem ihr eigenes Handy abgehört wurde, davor war das offenbar okay, dass die USA in Deutschland fleißig spionierten (und das auch weiterhin tun, es gibt kein „No-Spy“-Abkommen).

 

6) Maut

„Mit mir wird es keine Maut geben!“

 

Fazit:

Es sind Dinge dabei, die sind wirklich gravierend, und ich habe einige Dinge genannt, die zwar im Verantwortungsbereich der Bundespolitik, aber nicht unbedingt direkt in Merkels Entscheidungshoheit liegen (z. B. die Selbstbedienungsmentalität beim Öffentlichen Rundfunk, der, dicht mit der Politik vernetzt, zurzeit bereits über die nächste Erhöhung der Zwangsabgabe „Rundfunkbeitrag“ diskutiert).

Zudem empfinde ich es persönliche Beleidigung meiner Intelligenz, wenn Merkel wieder als Wahlkampfstrategie die asymmetrische Demobilisierung betreibt – sie ist ja alternativlos! Ich gehe trotzdem wählen, aber ich wähle definitiv nicht Merkel… Alternativen gibt es immer.

Was macht die leere CDU-Hülle bloß, wenn Merkel einmal abdankt…?

Naja, wahrscheinlich bekommen wir weitere 4 Jahre Kuschel-Republik mit GroKo-Sauce… fast 40 % CDU/CSU-Wähler können nicht irren… 😉

P.S: Hier übrigens auch mal ganz gut von „FAZ-Online“ zusammengefasst.

Darf ein Deutscher Patriot sein…? (04.09.2017)

In der letzten Zeit – eigentlich schon in den letzten Jahrn –  stellte ich mir vermehrt die Frage, inwiefern in Deutschland Patriotismus „erlaubt“ ist. Eigentlich bedeutet dies im Wesentlichen doch nur, dass man stolz auf sein Land und dessen Errungenschaften und Werte ist. Insgesamt also auf die besonders positiv zu bewertenden Eigenschaften des Heimatlandes.

In Deutschland habe ich dabei allerdings oft Gefühl, dass jeder, der seinen Nationalstolz hier offen zeigt, sehr leicht rechtsradikalen Gedankengutes bezichtigt wird. Man stelle sich vor, ich würde z. B. als Deutscher permanent eine deutsche Flagge bei mir im Vorgarten hissen, oder wenn an den Schulen jeden Morgen ein Fahnenappell mit dem Singen der Nationalhymne, wie z. B. in den USA, durchgeführt werden würde…

Die Deutschen „trauen“ sich solche Dinge nicht mehr. Mein Vater sagte mir einmal, dass seiner Generation der Nationalstolz nach dem 2. Weltkrieg „aberzogen“ wurde. Das ist verständlich, aber nun, über 70 Jahre nach Kriegsende, sollte es den Deutschen allmählich wieder zugestanden werden, auf ihr Land stolz zu sein und dies auch zeigen zu dürfen. Wer seine Identifikation mit seinem Heimatland nicht zeigen darf, der ist im Zweifel auch nicht in der Lage, dessen Werte und soziale Errungenschaften zu verteidigen.

Fehlender Patriotismus bzw. Nationalstolz schwächt meiner Ansicht nach zusätzlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der gerade in den aktuellen Zeiten angesichts einer durch die Zuwanderung ständig heterogener werdenden Gesellschaft dringend notwendig wäre. Dies beinhaltet auch, die hier gewachsenen Werte und Normen gegenüber den Zuwandernden zu vertreten und nötigenfalls auch zu verteidigen.

Bin ich jetzt gleich ein Nazi (minimal ein „Neuer Rechter“), weil ich so denke…? Ich fürchte, in den Augen Vieler wird das bereits der Fall sein. Ich stehe allerdings dazu. Ich sage auch Sätze wie, dies ist mein Heimatland, und wer hierher kommt, hat sich den hier herrschenden Regeln unterzuordnen und nicht das eigene Werte- und Normengerüst abgeschottet von der deutschen Gesellschaft weiterzuführen. Ja, Migranten und Flüchtlinge sind gemeint. Aber das Thema „Integration“ ist nicht das Hauptthema dieses Kommentars…

Abschließend sei gesagt, dass schwierige Zeiten auf Deutschland warten. Ein schwindendes Zusammenhaltsgefühl innerhalb der deutschen Bevölkerung wäre hierbei ein großes Risiko, ob die nächsten Jahre und Jahrzehnte gut überstanden werden können…

Migranten sind keine „Flüchtlinge“! (25.07.2017)

Gerade wurde wieder einmal in den „heute“-Nachrichten über die „Flüchtlinge“ im Mittelmeerraum, die via Libyen versuchen, Italien zu erreichen, berichtet. Wieder die üblichen, auf Mitleid abzielenden Bilder der Afrikaner in ihren Schlauchbooten oder sonstigen Seelenverkäufern. Wieder die üblichen Vertreter der NGOs, die alle Vorwürfe abstreiten, z. B. die Transpondersignale ihrer Schiffe abzuschalten. Klar. Die sind natürlich total ehrlich.

Bei diesen Menschen handelt es sich, man verzeihe es mir, diese harte Wahrheit auszusprechen, um Wirtschaftsflüchtlinge, die vor wirtschaftlicher Not aus ihren Heimatländern ausgewandert sind. Hierzu zitiere ich gerne eine Statistik von ZEIT-Online:

Herkunftsländer der Migranten von Januar bis Juni 2017:

Nigeria: 14.120

Guinea: 9.193

Elfenbeinküste: 8.635

Bangladesch: 8.241

Gambia: 5.689

Senegal: 4.834

Mali: 4.825

Marokko: 4.712

Eritrea: 4.536

Ich denke, diese Zahlen sprechen für sich. Für mich ist es absolut klar, dass diese Migranten zum größten Teil aus Armutsgründen ihre Heimatländer verlassen haben. Ebenso klar ist es für mich, dass die meisten von diesen über kurz oder lang in Deutschland aufschlagen werden.

Ebenso klar ist es, dass die EU vollkommen unfähig ist, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, d. h., die Boote aufbringen und wieder zurück nach Libyen schleppen und die Boote dort zu zerstören. Nebenbei: Wer Geld hat, die Schlepper zu bezahlen, die nicht gerade wenig dafür nehmen, der hat in seiner Heimat sicherlich nicht zu den Ärmsten gehört.

Für alle, die am zwanghaften Helferkomplex in Deutschland leiden: Ihr dürft gerne Wirtschaftsmigranten bei euch aufnehmen, sie auf eure Kosten verpflegen, ausbilden und beschäftigen – was ihr wollt! Aber Deutschland hat in den letzten Jahren MEHR als genug getan, und ich als Bürger dieses Landes fand den Zustrom seit 2015 bei weitem zu hoch – 20 Milliarden Mehrkosten für den Staat jedes Jahr hierdurch! Aber für Bildung und Infrastruktur ist angeblich nie ausreichend Geld da…

Abschiebungen bewegen sich auch in SEHR überschaubarem Rahmen und betreffen keine der oben genannten Gruppen (s. hier in einer sogenannten „Kleinen Anfrage“ im Bundestag durch die Linkspartei vom 09.02.2017: PDF hier):

Auf dem Luftweg 2016 (Top 5):

Albanien: 6.045

Kosovo: 4.988

Serbien: 3.769

Mazedonien: 1.958

Italien: 1.120

Gesamt: 23.886

 

Auf dem Landweg (Top 5):

Polen: 996

Belgien: 111

Österreich: 91

Niederlande: 87

Tschechische Republik: 37

Gesamt: 1.376

 

Nach wie vor bleibt die Feststellung, dass Deutschland (oder auch die EU) nicht alle Armen und Bedürftigen der ganzen Welt aufnehmen kann. Dieser unbequemen Wahrheit werden sich die europäische und die deutsche Politik eher früher als später stellen müssen.

Ich für meinen Teil sage: es reicht! Zuwanderung hat eine Obergrenze, egal, ob Merkel dazu etwas anderes sagt! Asylrecht ist KEIN Einwanderungsrecht!

Und da können diverse Medien, wie das ZDF weiter oben, ruhig weiter gebetsmühlenartig von „Flüchtlingen“ auf dem Mittelmeer schwafeln…

Dringende Probleme…(28.06.2017)

Wieder werden zurzeit hochspannende und hochwichtige Debatten in der deutschen Bundespolitik geführt. Wirklich wichtige. ENORM wichtige! Aktuell ist es die Erlaubnis für die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland.

Gut, dass es gemacht wird. Dumm, dass es in der Öffentlichkeit so dermaßen aufgebauscht wird. Pech für Schulz von der SPD, dass seine Offensive in dieser Sache sogleich von der Profi-Opportunistin Merkel gekontert wurde. Jetzt wird dieses Gesetz also in Rekordgeschwindigkeit kommen. Wenn doch alles Wichtige in Deutschland so rasch angepackt werden würde…

Schlecht auch für die Konservativen, die das Vorhaben bis dato abgelehnt haben. Aber wenn Merkel befiehlt, folgt die CDU brav… das Konservative ist unter ihr aus der CDU weitestgehend verschwunden, ebenso wie Inhalte…

In Sachen Bundeskanzlerin Merkel verstehe ich die Deutschen einfach nicht. Aktuelle Umfragen sehen die CDU/CSU wieder bei 40 % (s. hier). Ich verstehe die Deutschen einfach nicht. Politik möglichst ohne Inhalte, Verwaltung des Status quo, Aufbruchsstimmung im Land gleich Null – das ist offenbar, was sich die Deutschen wünschen. Nur möglichst keine Veränderungen – böse!

Das ist auch der Grund, warum Deutschland in vielen wichtigen Zukunftstechnologien entweder erst gar keine Rolle gespielt hat oder weiterhin an Anschluss verliert. Warum wird hier kein einziger Smart-TV gebaut? Wieso kein Smartphone? Wieso keine modernen Auto-Antriebe, die nicht mit Benzin funktionieren? Wieso gibt es kein deutsches Silicon Valley? Was machen die USA, Südkorea oder China hier besser? Wieso bekommt die Bundespolitik nicht hin, flächendeckend schnelles Internet verlegen zu lassen?

Wieso interessiert es in Deutschland scheinbar niemanden mehr, was mit der Energiewende los ist (verpfuscht, kostet zig Milliarden pro Jahr, siehe zuletzt die Extra-Kosten für den Atomausstieg)? Was ist mit der Flüchtlingskrise (nach wie vor nicht abschließend gelöst und kostet Milliarden im Jahr)? Was ist mit der Euro- bzw. Griechenland-Krise (nicht abschließend gelöst und kostet…blabla)? Was ist mit der Zukunft der Rente? Oder einem echten Einwanderungsgesetz, dass das Asylrecht endlich vom Thema „Immigration“ abtrennt (Ich könnte mal auf den aktuellen Migrationsbericht verweisen, nach diesem wurden 2015 über 91.000 Asylanträge abgelehnt, wie viele davon wohl tatsächlich abgeschoben werden? Asylrecht = dauerhaftes Einwanderungsrecht, das muss aufhören!)? Die Liste ließe sich fortsetzen…

Und dafür will die sedierte Merkel-Republik ihr bei der nächsten Wahl auch noch 40 % schenken (nach heutigem Stand)? Ich fasse es einfach nicht… Deutschland geht es halt so super-gut… und der deutsche Wähler ist offenbar noch vergesslicher, als ich dachte. Natürlich denken sicher auch viele, es gäbe keine Alternativen… ja, ich weiß, AfD = das Böse, aber sie hat, soviel müssen viele zugeben, durch ihre bloße Existenz Dinge in der Politik angestoßen. Aber jetzt bräuchte man halt langsam mal eine echte Alternative zum CDU/CSU/SPD-Einheitsbrei… Demokratie in Deutschland, ein Grauen, wenn niemand mehr echte Inhalte, die sich untereinander abgrenzen lassen zwischen den Parteien, hinbekommt…

Dann freut euch mal, Deutsche, auf vier weitere Jahre Nicht-Politik in der GroKo, ohne Debatte, ohne Diskurs, ohne Innovation, ohne Aufbruchsstimmung, Hauptsache, alles bleibt, wie es ist – Problem: Die Welt wird sich auch ohne Deutschland weiterdrehen…

P.S.: Zitat Merkel: „Mit mir wird es keine PKW-Maut geben!“ 😉

Globale Konzerne: unsozial…?(02.06.2017)

„Das“ Kapital, sagt man heute, sei heute mobil, es gehe dorthin, wo es die höchsten Renditen erzielen würde. Eine „segensreiche“ Begleiterscheinung der Globalisierung. Doch drängt sich mir dabei von Jahr zu Jahr mehr der Verdacht auf, dass den global agierenden Großkonzernen die Menschen oder Staaten, in denen sie aktiv sind, zunehmend egal sind. Es geht zunehmend nur noch um die Vergrößerung der Gewinne, um die Aktionäre zufrieden zu stellen.

Woran meine ich das erkennen? Z. B. an:

1) Steuervermeidung

Erinnert man sich noch an die Steuer-Nachzahlungsdebatte von Apple in Irland? Jahrelang hatte dieser riesige US-Konzern dort für seine in der EU erzielten Gewinne so gut wie keine Steuern zahlen müssen. 13 Milliarden Euro soll Apple an Irland überweisen – für den Konzern wäre das ein Betrag aus der Portokasse, blickt man auf deren Jahresgewinn 2016 zurück (45 Milliarden!). Das eigentlich krasse daran aber ist, dass der irische Staat das Geld eigentlich gar nicht haben will, um auch ja nicht die mächtigen Konzerne zu verärgern, um dann als Firmenstandort weniger attraktiv zu werden (s. hier).

Ich frage mich allerdings, was Irland dann konkret eigentlich von der Anwesenheit von z. B. Apple eigentlich hat? Wodurch bringt Apple, wenn nicht durch Steuern, dann Einnahmen für den irischen Staat? Das hat mir bislang noch niemand erklären können – Aufklärung erwünscht. Inzwischen ist es fast schon so eine Art Sport für die Großkonzerne, ihre gewaltigen Gewinne zumindest teilweise an den Staaten ihrer Firmensitze vorbeizuschleusen (vgl. „Panama-Papers“, diverse Steueroasen, auch in der EU (z. B. Malta, Luxemburg). Schlechtes Gewissen? Fehlanzeige. Und die Staaten hätscheln die mächtigen „Global Players“ auch noch, indem sie nicht wirklich wirksam dagegen vorgehen – schließlich könnte sich der Großkonzern dann ja rächen und mal wieder 5.000 Stellen im eigenen Land abbauen…

2) Lohnkonkurrenz zwischen den Staaten

Diese findet man nahezu überall, in der EU, in Asien, in den USA – alle Staaten stehen in vielen Branchen im sogenannten globalen Wettbewerb. Nur führt dieser in seinen Auswüchsen nicht zu Wohlstand für alle, sondern oftmals auch zu Ausbeutung und Lohndumping. Letzteres konnte man die letzten Jahre gut in Deutschland durch die Ausdehnung des Niedriglohnsektors in Deutschland beobachten (s. hier, habe nur Zahlen bis 2013 gefunden, wer neuere findet, gerne mitteilen!). Dennoch hat dies oft nicht ausgereicht, denn einige Branchen sind aus Deutschland verschwunden (Textilindustrie, Bergbau). Insgesamt sind in Deutschland die Reallöhne insgesamt kaum gestiegen (s. hier).

Hat dies bei der Textilindustrie anderen Menschen geholfen? Nein! Blicke nach Südostasien seien hierzu empfohlen, die Bilder von dort lassen spontan an moderne Sklaverei denken.

Wer, so frage ich die Großkonzerne, die gerne Standorte in Billiglohnländer verlagern (auch deutsche Autokonzerne sind gerne dabei), wer soll hier in der EU, in Deutschland, die teuren Preise für eure Produkte eigentlich noch bezahlen? Ihr könnt ja mal versuchen, sie demnächst in Afrika zu verkaufen, China läuft ja nicht mehr so pralle zurzeit, wie man hört…

3) Internetkonzerne und ihre Innovationen

Das Beispiel Apple ging schon diese Richtung. Die großen Internetkonzerne, allen voran Alphabet (Google) und Facebook und auch Amazon, gehen daran, mit ihren Ideen die Welt zu verändern. Viele werden dazu führen, dass viele Jobs, die bislang von Menschen erledigt wurden, von Robotern und Computerprogrammen erledigt werden. Soll ich das alles super finden? Fortschritt und so? Damit einige Nerds im Silicon Valley um noch ein paar Milliarden reicher werden und sich als Weltverbesserer feiern lassen können?

Ich sehe auch die Kehrseite der Medaille, dass nämlich viele Menschen ihre Arbeit verlieren werden. Auch dieses selbstverständliche Denken und Handeln der Internetkonzerne, sich über bestehende Regeln und Gesetze hinwegsetzen zu dürfen, finde ich abstoßend. Besonders negativ fallen mir da aktuell Uber und AirBnB auf, mit ihrer jeweils illegalen Taxi- und Hotel-/Ferienwohnung-Konkurrenz. Aber durch die tollen Internet- und Technikanwendungen wird ja unser Leben SO viel besser. Wenn Amazon per Drohne ausliefern lassen will, oder in Deutschland jetzt noch seinen eigenen Lieferdienst entwickelt, um hier noch ein paar Kosten drücken zu können oder die Logistik-Unternehmen zu noch mehr Lohndumping zwingen will – Glückwunsch!

Auch hier müsste die Entwicklung seitens der Politik dringend einmal eingebremst werden, sprich, den selbst ernannten Weltverbesserern, die das alles nebenbei gesagt auch nicht aus Idealismus, sondern für Bares tun, sollten einmal die Schranken aufgezeigt werden.

 

Fazit: Sicher sind wir als Kunden teilweise mit Schuld an den o. g. Auswüchsen und Erscheinungen, doch „die“ Politik vermittelt uns ja oft den Eindruck, sie würde das „Große Ganze“ im Blick haben und die Lage unter Kontrolle haben. Doch der entfesselte globale Kapitalismus bringt die Welt an zunehmend vielen Stellen in Schieflage… hier muss etwas geschehen. Sonst bleiben die sogenannten „Durchschnittsmenschen von der Straße“ eines Tages auf der Strecke…

Nach dem Anschlag ist vor dem Anschlag (31.05.2017)

Manchester ist schon fast wieder vergessen. 22 Menschen sind tot, und doch spricht heute, neun Tage danach, fast niemand mehr davon – der Schrecken verliert seinen Schrecken, die Menschen stumpfen emotional ab und nehmen die Opfer nur noch zur Kenntnis. Ursachenforschung für die Radikalisierung junger, moslemischer Männer bis hin zur Ausübung von Selbstmordattentaten mitten in Europa… tja, gute Frage.

Viele Medien machen es sich zu einfach, auf eine etwaige Diskriminierung und/oder Benachteiligung der moslemisch/arabischen Bevölkerungsgruppen in den diversen Zuwanderungsländern zu verweisen (siehe z. B. hier). Dies bringt diese Staaten automatisch in die Bringschuld, nicht genügend für die Zuwanderer getan zu haben. Es gilt aber auch: Zuwanderer müssen etwas dafür tun, wenn sie den Status der Einheimischen (die, die schon länger hier leben) erreichen wollen!

Viele der bereits hier lebenden Ausländer, die es geschafft haben, sagen, dass Deutschland sehr viele Möglichkeiten bieten würde – mehr wahrscheinlich, als dies in England der Fall ist. Daher möchte ich an dieser Stelle vielen Zugewanderten aus dem arabischen Raum bzw. dem Nahen Osten zurufen:

  • Wenn ihr in eurem Wunsch-Einwanderungsland etwas erreichen wollt, dann müsst ihr euch anpassen und die dortige Gesellschaftsordnung akzeptieren.
  • Sich immer nur in die Opferrolle zu stellen und dann auf der anderen Seite zu versuchen, sich abzugrenzen und sich selbst zu überhöhen und sich den Einheimischen gegenüber als überlegen darzustellen, ist falsch. Zumal dies oft auf religiöser Basis erfolgt.
  • Religion, egal welche, hat in den meisten europäischen Ländern nicht die Bedeutung wie in euren Herkunftsländern. Das Christentum hat hier schon vor Jahrhunderten seine politische Macht verloren. Der Islam heute wird hingegen vielfach politisch missbraucht.
  • Es kann nicht sein, dass die Religion dazu benutzt wird, sich bewusst als Gruppe abzukapseln. Wer z. B. nach Deutschland kommt, und vorhat, hier zu bleiben, der sollte dies mit dem Ziel tun, irgendwann zur Gesellschaft als vollwertiges Mitglied dazu zu gehören.
  • Auch, wenn es hart klingt: Der Weg zu einem guten Einkommen führt über eine gute Bildung. Und die fängt mit Kenntnissen der Landessprache an. Damit meine ich für Deutschland Hochdeutsch und kein „Isch“ und „disch“-Deutsch. Klar, Schule ist oft langweilig und es gibt scheinbar leichtere Wege, an die dicke Kohle zu kommen – leider ist das dann aber oft nicht legal. Aber hier gilt, ehrlich währt am längsten.

Ich finde es wirklich schade, dass das offenbar bei Vielen nicht ankommt. Glaubt ihr diesen Bullshit mit dem Dschihad gegen die „Ungläubigen“ etwa wirklich? Entschuldigt dass die Ermordung von Unschuldigen, sogar von Kindern? Schließlich bringt ihr sogar eure Glaubensbrüder um, speziell im Nahen Osten!

Seltsam nur, dass viele Radikalisierte offenbar nicht aus armen Verhältnissen stammen. Was treibt sie also an? Das Gefühl, ausgegrenzt zu sein? Fehlende gesellschaftliche Akzeptanz? Keine Integration? Ist nur die einheimische Gesellschaft schuld?

Pauschal zu behaupten, wie dies in Deutschland oft geschieht, der Staat müsse mehr für die Integration tun, entlässt die Zuwanderer oder die Flüchtlinge (wenn sie vorhaben, hier zu bleiben) nicht aus ihrer Selbstverantwortung. Sollten ca. 1 Million Syrer in Deutschland erwarten, ihnen würden exklusive Jobs ohne jede Vorkenntnisse angeboten werden, dann sind sie auf dem Holzweg. Deutschland und auch die anderen westeuropäischen Staaten sind keine „gelobten Länder“ für alle. Hier gibt es auch eine Hol-Schuld.

Immer nur zu Schreien, die Aufnahmeländer bzw. Zuwanderungsländer müssten mehr für die Zuwanderer tun, ist mir als Betrachtungsweise zu einseitig…

Klar ist natürlich heute schon, dass der nächste Anschlag kommen wird. Egal, wo. Deutschland, Frankreich, England, vielleicht auch mal wieder Spanien, wie 2004. Abgestumpft sind wir sowieso bereits. Schlimm, dass wir über solche Themen nachdenken müssen. Wahre Worte hatte zu der Thematik der inzwischen eingeübten Rituale nach Anschlägen der „Cicero“:

Schluss mit dem Floskel-Bingo

…empfehle ich abschließend zur Lektüre.